80’er

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Spiritus und Nautilus in der Wilhelmstraße

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts Baden-Powell, ein britischer General aus adliger Familie, die erste Pfadfindergruppe gründete, löste er weltweit eine Bewegung aus, die auch heute für Jugendliche in der ganzen Welt nichts an Attraktivität verloren hat. Die Pfadfinderbewegung breitete sich über den ganzen Erdball aus und wächst noch heute. Jugendliche, die die Natur liebten, für den Frieden in der Welt eintraten und „allzeit bereit“ sein wollten, schlugen und schlagen noch heute Brücken zwischen den Völkern. So ist es auch nicht verwunderlich, daß die Ideen des Lords BP schließlich, auch unser Oldenburg in drei verschiedenen Pfadfinderorganisationen erreichten. Eine davon ist der VCP, der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, der vielleicht nicht mehr ganz in der alten Tradition, aber doch immer noch in der Erziehung für den Frieden und dem Schutz unserer Umwelt die Schwerpunkte seiner Jugendarbeit sieht.

Zwei Gruppen des VCP, die Sippe Spiritus und die Sippe Nautilus, sind im Gemeindehaus Wilhelmstraße untergebracht. In beiden Gruppen bin ich Mitglied. Bei diesen Gruppen handelt es sich um zwei Pfadfindergenerationen. Die Spiritisten, die in ihrer Gruppe gemeinsam erwachsen wurden, sich anfreundeten und auch heute noch, da einige von ihnen schon berufstätig sind oder ihren Wehr- und Zivildienst ableisten, regelmäßig sogar aus anderen Bundesländern anreisen, um freitags ihre Gruppenstunde nicht zu verpassen, sind schon seit einigen Jahren in der Wilhelm Straße. An diesen Freitagen treffen wir uns für zwei Stunden zum Tee, diskutieren aktuelle Themen und verbringen auch die restliche Zeit des Abends beispielsweise beim Billard miteinander. Wir unternehmen Fahrten mit der Gruppe, und die Teilnahme an unseren Pfingstlagern ist wie in unserer Kinderzeit ein Abenteuer, eine Abwechslung, die keiner missen möchte.

Vor zwei Jahren gründete ich dann zusammen mit Thorsten Gudehus eine neue Sippe. Wir einigten uns damals mit den ersten Gruppenmitgliedern, von denen auch heute noch fast alle dabei sind, auf den Namen Nautilus. Was wir an unseren Dienstagen tun? Nun, das Programm für die elf- bis fünfzehnjährigen Jungen und Mädchen sieht natürlich anders aus, als das der Veteranen.

Wir basteln, spielen, trinken Tee und klönen. An den Pfingstlagern des VCP nimmt die Sippe Nautilus selbstverständlich auch teil und so ist das Programm unserer kommenden Gruppenstunden – besonders im Frühjahr – schwerpunktmäßig auf die Lagervorbereitung ausgerichtet. Wir werden dazu eine filmische Lagerdokumentation der Sippe Spiritus sehen, in den etwas milderen Tagen auch einmal hinausfahren, um den Umgang mit Zelt und Knoten zu lernen und uns einige Geländespiele austüfteln.

Im Sommer des vergangenen Jahres schied nach dem Abitur Thorsten Gudehus aus der Gruppe aus, um in Süddeutschland seine Berufsausbildung anzutreten. Seit dieser Zeit leite ich zusammen mit Dagmar Hugk die Gruppe und da auch die Mitglieder der Gruppe Spiritus den Nautilisten besonders auf den Lagern unter die Arme greifen, die Mitglieder der beiden Gruppen sich zum Teil schon recht gut kennen, sehe ich kaum Schwierigkeiten für unser weiteres Pfadfinderdasein. Unsere Sippe, die im Moment zehn Personen stark ist, ist leider etwas unterbesetzt, was die Mädchen angeht. Mit Dagmar Hugk sind es genau drei Mädchen, und somit doch einige zu wenig. Wenn also bei elf- bis vierzehnjährigen Mädels aus Oldenburg Interesse besteht, so sind sie herzlich eingeladen, uns am Dienstag um 16.15 in der Wilhelmstraße zu besuchen. Jungen können wir leider nicht mehr gebrauchen!

Danken möchte ich an dieser Steile ganz herzlich und im Namen beider Gruppen unserem Pastor, der uns durch tolerantes und freundliches Verhalten eine bis jetzt ziemlich ungetrübte und flexible Gruppenexistenz ermöglicht hat.

Gut Pfad, Christoph Hinz

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